Liebe Leserinnen, liebe Leser!

 

Nun geht es wieder auseinander. Zwei Jahre sind wir miteinander unterwegs gewesen, mit der Konfirmation geht diese Zeit zu Ende.

Schade. Klar, man sieht sich, man wohnt zusammen in Lockhausen-Ahmsen, aber die Konfi-Zeit geht vorbei, sie ist begrenzt. Eine neue Gruppe wird beginnen.

 

Im Monatsspruch für den April heißt es: „Friede sei mit euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“. (Johannes 20,21) Gute Wünsche werden laut, wo wir einander „Tschüss“ sagen. Worte übrigens, die im Zusammenhang der Ostererzählung erklingen. Da sind die Jünger, die gerade erst versuchen zu begreifen, dass man Jesus, ihren Freund und Herrn, ans Kreuz genagelt hat. Wie viele, die trauern, ziehen sich die Jünger erst einmal zurück. Verschließen sich. Als mit einem mal Jesus zu ihnen hinein kommt. Er zeigt seine Wundmale an den Händen und an der Seite. Gott hat ihn nicht im Tod gelassen, er hat ihn auferweckt.

 

Und Jesus grüßt die Jünger mit eben diesen Worten: „Friede sei mit euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Friede wünsche ich meinen Konfis auch, Frieden ganz persönlich und im Umgang mit den Menschen, die ihnen im Leben zur Seite gestellt sind: Familie, Freunde, Schule, Kirche und andere mehr.

Friede bedeutet, eine Sicherheit zu haben. Zu wissen: ich bin getragen. Wer nicht weiß, wieso er oder sie eigentlich auf der Welt ist, und was das Leben soll, wer zweifelt, der wird kaum Frieden haben. Deshalb hat

Gott Jesus zu uns in die Welt gesandt. An ihm wird deutlich, wie sehr Gott Menschen liebt. So sehr, dass er mit ihnen durch dick und dünn geht, dass er mit ihnen durchs Leben, ja sogar durch den Tod geht - und er bleibt treu bis hin zur Auferweckung.

 

„Ich glaube, dass Gott mich nie im Stich lässt, und dass er mir Halt gibt, wenn mir der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Und Gott schenkt neuen Mut und Kraft“ , so haben Konfirmanden einmal ihren Glauben fest gehalten.

 

So sendet Jesus Menschen ins Leben hinein, dass sie mit ihrem Leben ein Zeichen setzen für Lebensmut und Hoffnung. Dass ihre Fröhlichkeit andere ansteckt. Denn wir sind nicht allein. Gott ist da. Wir sind durch das Leben gesandt mit einem Auftrag: nämlich gut für uns selbst und füreinander zu sorgen. Und in diesem Sinne sei Gottes Friede mit Euch, mit

Ihnen!

 

Eure und Ihre Pfarrerin

Jutta Schlitzberger