Grabmal- und Bepflanzungssatzung

für den Friedhof der Ev. Kirchengemeinde
Lockhausen-Ahmsen
vom 28.10.2020


Der Friedhof und seine Gestaltung sind sowohl Zeichen des Trostes und der Hoffnung für die Trauernden als auch Zeugnis und Bekenntnis vor der Welt.

Die Gestaltung der Grabstätten und deren Erhaltung dienen daher nach christlichem Verständnis der Verkündigung von Tod und Auferstehung.

Grabmale und Bepflanzungen müssen sich in das Gesamtbild des Friedhofs einordnen. Die Gestaltung darf nichts enthalten, was das christliche Empfinden verletzt und der Würde des Ortes unangemessen ist.

Der Friedhof ist ökologisch bedeutungsvoll. Darum soll auch die Grabstätte mit Verantwortung für Gottes Schöpfung ökologisch nachhaltig gepflegt und bepflanzt werden.

Daraus ergeben sich für die Gemeinde verbindliche Maßstäbe, die Grabstätten und Grabmale zu gestalten.


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Grabmal- und Bepflanzungssatzung

Inhaltsübersicht

§   1    Grabfelder mit allgemeinen Gestaltungsvorschriften
§   2    Grabfelder mit Grabhügeln und bodengleichen Grabbeeten
§   3    Grabstättengestaltung
§   4    Grabmale – Allgemeines
§   5    Grabmale aus Stein
§   6    Grabmale aus Holz
§   7    Grabmale aus Metall
§   8    Grabmale - Abmessungen
§   9    Grabmale – Gestaltung
§ 10    Öffentliche Bekanntmachung
§ 11    Inkrafttreten




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Die Ev. Kirchengemeinde Lockhausen-Ahmsen
- als Friedhofsträgerin -
erlässt gemäß §     25 der Friedhofssatzung der Kirchengemeinde
vom 01.10.2020 für den evangelischen Friedhof Büxten die nachstehende


Grabmal- und Bepflanzungssatzung


§ 1
Grabfelder mit allgemeinen Gestaltungsvorschriften

Für alle Grabfelder gelten die Gestaltungsvorschriften der Friedhofssatzung.


§ 2
Grabfelder mit Grabhügeln und bodengleichen Grabbeeten

1.    In diesem Grabfeld sind sowohl Grabstätten mit Grabhügeln als auch mit bodengleichen Grabbeeten angelegt worden.
2.    Sowohl bei einem bodengleichen Grabbeet als auch bei einem Grabhügel
    ist die gesamte Grabstätte zu einem überwiegenden Teil einheitlich mit bodendeckenden Pflanzen (z.B. Cotoneaster, Cotula, Euonymus, Hedera, Sedum, Vinca) zu begrünen. Die Grabstätte kann zusätzlich der Jahreszeit entsprechend mit Blumen bepflanzt werden.


§ 3
Grabstättengestaltung

1.    Die Pflanzung von Einzelgehölzen muss sich dem Gesamtcharakter des Friedhofes anpassen und darf eine Höhe von 1,80 m nicht überschreiten.
2.    Die auf den Grabstätten gepflanzten Gehölze gehen in das Eigentum der Friedhofsträgerin über.
3.    Grablaternen müssen in Ausführung und Gestaltung zweckentsprechend sein und sich der Umgebung anpassen.
4.    Blumenschalen sollen einfache Formen haben und farblich unauffällig aussehen.


§ 4
Grabmale - Allgemeines

1.    Die Genehmigung von Grabmalen gemäß § 17 der Friedhofssatzung erfolgt nach gestalterischen, handwerklichen und künstlerischen Maßstäben.
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2.    Grabmale können aus Naturstein, Holz oder Metall errichtet werden.

3.    Ergibt sich die Notwendigkeit, auf einer Grabstätte außer dem stehenden Grabmal weitere Grabmale zu errichten, so ist das nur in Form von liegenden Steinen zu lässig.


§ 5
Grabmale aus Stein

Für Grabmale aus Stein sollen Natursteine aus dem heimischen Raum verwendet werden.

    
§ 6
Grabmale aus Holz

1.    Für Grabmale aus Holz sollen widerstandsfähige heimische Hölzer von mindestens 60 mm Dicke verwendet werden.
2.    Die Oberfläche des Holzes ist handwerklich zu bearbeiten. Die Schrift muss vertieft oder erhaben gestaltet werden.
3.    Auf das Holz dürfen keine Farben oder Lacke aufgetragen werden. Zur Imprägnierung sind umweltverträgliche Holzschutzmittel zu verwenden.
4.    Betonfundamente von Holzgrabmalen müssen unter der Erdoberfläche liegen.



§ 7
Grabmale aus Metall

1.    Grabmale aus Metall können entweder mit einem Natursteinsockel oder mit einem liegenden Stein als Namensträger verbunden werden. Die Schrift auf dem Sockel oder dem Stein kann entweder aus dem selben Material wie das Grabmal oder in den Stein gehauen sein.
2.    Betonfundamente von Metallgrabmalen müssen unter der Erdoberfläche liegen.


§ 8
Grabmale - Abmessungen

1.    Stehende Grabmale (Stelen) sollen folgende Abmessungen haben, wobei die mittlere Breite geringer sein soll als die halbe Höhe (Hochformat).

Höhe            Breite        Mindeststärke
    Einzelgrabstätten        80–130 cm        40-65 cm    16 cm
    mehrstellige Grabstätten    90-140 cm        45-70 cm    16 cm

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2.    Liegende Grabmale sollen folgende Abmessungen haben.

            Höhe            Breite        Mindeststärke
    Grabstätten            40-60 cm        40-60 cm    14 cm

3.    Bei plastisch gestalteten Grabmalen (z.B. kubische Grabmale) sind die Größen und die einzelnen Abmessungen nach einem Entwurf im Einvernehmen mit der Friedhofsträgerin der Umgebung anzupassen. Auf Verlangen der Friedhofsträgerin ist darüber hinaus ein Modell anzufertigen.


§ 9
Grabmale - Gestaltung

1.    Schriften, Ornamente und Symbole müssen gut verteilt sein und dürfen nicht aufdringlich groß sein.
2.    Nicht zugelassen ist die Verwendung von Emaille, Fotografien, Blech, Draht und Kunststoff, von Ölfarb- und Lackanstrichen, sowie das Ausmalen der Schrift mit Farbe, Silber oder Gold.
3.    Auf dem Grabmal ist vertiefte und erhabene Schrift zugelassen.             Es ist nur eine Schrifttype zu verwenden, die Buchstaben sollen nicht größer als 65 mm sein.
    Vertiefte Schrift darf nicht flacher als in einem Winkel von 60 Grad einge- arbeitet werden.
    Erhabene Schrift darf schwach geschliffen, aber nicht poliert werden.
    Stehenbleibende Flächen für spätere Schriftnachträge sollen in der gleichen Weise bearbeitet werden.
Die Reliefhöhe erhabener Buchstaben oder die einer genuteten Schrift soll
5 mm nicht unterschreiten.
    Zugelassen sind auch Schriften in Blei-Intarsia oder zusammenhängend     gegossene Schriftbänder.
4.    Nicht zugelassen ist das Anbringen von Fotografien auf Emaille, Kunststoff    oder ähnlichem Material.
5.    Die Inschrift kann neben Namen und Lebensdaten auch den Titel der verstorbenen Person beinhalten.
6.    Anredeformulierungen wie „Ruhe sanft“ oder „Auf Wiedersehen“ dürfen nicht verwendet werden.
7.    Neben der Inschrift wird als Gestaltungselement die Verwendung von Zeichen, Sinnbildern und Darstellungen erlaubt, die den christlichen Glauben bezeugen.
8.    Die Friedhofsträgerin kann in gestalterisch begründeten Fällen Ausnahmen gestatten, wenn diese sich in die Gesamtgestaltung des Friedhofes einfügen.


§ 10
Öffentliche Bekanntmachung

1.    Diese Grabmal- und Bepflanzungssatzung und alle Änderungen hierzu bedürfen zu ihrer Gültigkeit der öffentlichen Bekanntmachung.
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2.    Öffentliche Bekanntmachungen erfolgen gemäß § 28 der Friedhofssatzung der Kirchengemeinde vom 01.10.2020.
3.    Die jeweils gültige Fassung der Grabmal- und Bepflanzungssatzung liegt zur Einsichtnahme im Gemeindebüro aus.


§ 11
Inkrafttreten

1.    Diese Grabmal- und Bepflanzungssatzung und alle Änderungen treten gemäß § 29 der Friedhofssatzung der Kirchengemeinde vom 01.10.2020 am 01.01.2021 in Kraft.
2.    Mit Inkrafttreten dieser Grabmal- und Bepflanzungssatzung tritt die Grabmal- und Bepflanzungssatzung vom 01.10.2010 außer Kraft.





Bad Salzuflen, den 28.10.2020



Der Kirchenvorstand
der Ev. Kirchengemeinde Lockhausen-Ahmsen




Pfarrerin Jutta Schlitzberger
Vorsitzende/r

Siegel




     Sabine Schirmacher                         Christian Jach
Kirchenälteste/r                        Kirchenälteste/r